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Sambarhirsche und Antilopen in Indien

Im Deutschen auch als „Aristoteleshirsch“ oder „Pferdehirsch“ bezeichnet, ist der Sambarhirsch ein großer Hirsch, der bis zu 260 kg schwer werden kann. Er gehört zu der Gattung der Edelhirsche (Cervus) und man teilt seine Art, je nach Verbreitungsgebiet, in sieben Unterarten auf. Die in Indien verbreitete Unterart, der „Indische Sambarhirsch“ (Rusa unicolor unicolor). trifft man ebenfalls in Nepal, Bangladesh und auf Sri Lanka an. Der Name “Sambar” stammt aus dem Hindi und bezeichnet dort ursprünglich eine Gemüsesuppe, deren braune Farbe dem Fell ähneln soll.

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Besonders imposant ist das Geweih des Sambarhirsches, dessen Stangen fast immer dreiendig verlaufen und dessen durchschnittliche Länge auf über einen Meter kommt. Der Sambar ist ein sehr scheues Tier und man findet ihn meist in bewaldeten Gebieten, wo er sich zurückziehen kann.

Man vermutet, dass seine Nacht- und Dämmerungsaktivität aufgrund der Störung durch den Menschen zustande kam, da er in Gegenden ohne menschliche Aktivitäten auch am Tage aktiv ist. Weibchen und deren Jungtiere bilden kleine Gruppen, deren Größen vom Lebensraum abhängig ist. In Waldgebieten trifft man eher auf kleinere Gruppen, wohingegen man auf offenen Lebensräumen größere Rudel antrifft.

Ältere Männchen sind oft Einzelgänger. Nur während der Brunftzeit werden sogenannte Reviere von den männlichen Tieren errichtet und gegenüber Artgenossen aggressiv verteidigt. Kommt es zu einem Kampf mit einem anderen Hirsch, so stellen sich die Sambar auf die Hinterbeine und schlagen von oben mit dem Geweih auf den Gegner ein. Die Weibchen lösen sich aus ihren Gruppen, um während der Brunftzeit gezielt die männlichen Tiere aufzusuchen.

Ihre Nahrung besteht aus Blättern und Früchten von Sträuchern und Bäumen; nur selten greifen sie zu Gräsern vom Boden. Da die Hirsche regelmäßig trinken müssen, findet man sie oft in der Nähe von Wasser.

Der gefährlichste Feind der Sambarhirsche ist der Indische Tiger, der selbst vor einem ausgewachsenen Hirsch keinen Halt macht. Ansonsten sind adulte Tiere durch ihre Größe vor den meisten Fressfeinden sicher. Die weit verbreiteten Leoparden bevorzugen eher junge Kälber dieser Hirsche. Sambars gehören zu den wenigen Hirschen, die sich aktiv gegen Feinde zur Wehr setzen. Vor allem Weibchen setzen viel für die Verteidigung ihrer Kälber aufs Spiel. Mehrere Weibchen bilden mitunter einen Kreis und nehmen Jungtiere zum Schutz in ihre Mitte.

Seit 2008 wird der Sambarhirsch ebenfalls vom IUCN als „gefährdete Art“ eingestuft, da es durch Jagd und Waldverluste dramatische Bestandsrückstände in den Verbreitungsländern gibt.

Die Hirschziegenantilope in Indien

Diese mittelgroße Antilopenart mit ihren ca. 35 kg Körpergewicht, gehört zu den am häufigsten in Zoos gehaltenen Antilopen weltweit. In der freien Wildbahn beschränkt sich ihr Vorkommen auf Indien und Restvorkommen in Nepal.
Seit jeher wurde diese Antilope wegen ihres Fleisches bejagt. Erst die europäischen Siedler begannen, die Tiere zum Vergnügen zu jagen, um sich mit ihrem Fell und ihren Hörnern zu schmücken.

Auch heute noch ist die Jagd neben der Habitatzerstörung der Hauptgrund für den massiven Bestandsrückgang. Vom 18. bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden asiatische Geparden für die Jagd eingesetzt und die Könige und Fürsten verfolgten gebannt den Wettlauf dieser beiden schnellen Tierarten. Die Antilope erreicht auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 80km/h.

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Allein in Indien schrumpfte der Bestand durch die starke Bejagung im 20. Jahrhundert von mehreren Millionen Tieren auf weniger als 10.000 Exemplare. Mittlerweile haben starke Schutzmaßnahmen eine gute Wirkung erzielt und die Zahlen sind wieder auf über 50.000 Tiere angestiegen. Die Antilope wird heute nur noch als „potentiell gefährdete Art“ eingestuft.

Der Lebensraum der Hirschziegenantilope sind die offenen Steppengebiete Indiens, wo die Weibchen mit ihren Nachkommen in Gruppen bis zu 50 Tieren zusammenleben. Jede Gruppe hat ein männliches Leittier.
Die Geschlechter weisen deutliche Geschlechtsunterschiede auf. Weibchen und deren Nachwuchs sind hellbraun gefärbt. Männchen hingegen sind dunkelbraun gefärbt. Mit zunehmendem Alter färbt sich das dunkelbraun fast zu einem schwarz.

Nur die männlichen Tiere tragen auffällige Hörner, die schraubenartig gedreht und nach hinten gerichtet sind. In der Paarungszeit werden die Männchen sehr territorial und es kommt zu ernsten Kämpfen zwischen den Rivalen. Die Paarungszeit scheint auf keine bestimmte Jahreszeit beschränkt zu sein. Zwischen den Monaten März und April sowie August bis Oktober werden die meisten Jungtiere geboren.

Hirschziegenantilopen sind tagaktive Grasfresser. Sie fressen gelegentlich jedoch auch Blätter sowie Kräuter und Triebe von Sträuchern. Ihren Wasserbedarf decken die Tiere hauptsächlich über ihre Nahrung. In der heißesten Jahreszeit beschränken sie ihre Aktivitäten auf die Morgen- und Abenddämmerung, ansonsten sind sie ganztags unterwegs. Da dieses Tier sehr schnell und beweglich ist, ist sie vielen Raubtieren überlegen.