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Indiens Geschichte

Der Nationalstaat Indien existiert in seinen heutigen Grenzen erst seit seiner Unabhängigkeit 1947. In vielerlei Hinsicht geprägt durch die Herrschaft der Moguln und die britische Kolonialherrschaft, liegen die vor allem die kulturellen Ursprünge Indiens in der Indus-Tal-Zivilisation.

Vorgeschichte und Klassik in Indien

Die Indus-Tal-Zivilisation war eine der ersten Hochkulturen der Menschheit. Das Indus-Tal verläuft entlang des Flusses Indus, der auch durch das heutige Pakistan fließt. Archäologische Funde belegen, dass es entlang des Flusses bereits 2.500 v. Chr. große Stadtanlagen mit eigenen Kanalisationssystemen gab. Die Menschen dieser Zivilisation verfügten sogar über eine eigene Schrift, die bis heute nicht entziffert werden konnte. Um 1.700 v. Chr. zerfiel es aus unergründlicher Weise.

Nachfolgend gilt in der Geschichte die vedische Zeitperiode (von ca. 1.500 – 500 v. Chr.) als prägend für heutige Kultur- und Religionsformen in Indien. Zu dieser Zeit wurden die sogenannten Veden geschaffen, eine Sammlung philosophischer Schriften. Einige Elemente dieser Schriften bilden in vielerlei Hinsicht die Grundlage für die in Indien entstanden Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus.

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Im 4. Jahrhundert. v. Chr. entstand ein erstes indisches Großreich der Maurya Dynastie. Nachdem ihr Herrscher Ashoka fast den gesamten indischen Subkontinent erobert hatte, wandte er sich dem Buddhismus zu, den er im eigenen Land und weit darüber hinaus zu verbreiten versuchte. Sein Tod führte zum Zerfall des Großreichs in viele kleine Königreiche und Fürstentümer. Erst die Gupta Dynastie vereinte im 4. Jahrhundert n. Chr. die zahlreichen Kleinstaaten wieder zu einem Großreich in Nordindien. Der Niedergang der Gupta Dynastie und der Beginn arabischer Eroberungszüge im 8. Jh. n. Chr. markieren den Übergang zur Periode des indischen Mittelalters und der nachfolgenden Mogul-Herrschaft auf dem Subkontinent.

Mittelalter und indisches Mogulreich

Einhergehend mit arabischen Eroberungszügen, kam auch erstmals der Islam nach Nordindien. Doch erst die Invasion islamischer Gruppen aus Zentralasien führte in Nordindien zu einer Dominanz muslimischer Herrschaft im 12. Jh. . Das Sultanat von Delhi konnte seinen Machtbereich für eine kurze Zeit auch über Südindien ausdehnen, aber der Einfall der Mongolen Ende des 14. Jh. schwächte die Vorherrschaft des Sultanats immens und führte zu wiedererstarkten Regionalreichen.

Im 16. Jh. haben sich die muslimischen Herrscher vollends erholt und gründen das Mogulreich, welches die folgenden 200 Jahre im Norden Indiens dominiert und bis 1857 Bestand hatte. Bedeutende Herrscher wie Akbar, Jahangir, Shah Jahan und Aurangzeb erweiterten nicht nur kontinuierlich die Grenzen, sondern schufen ein funktionstüchtiges Staats- und Verwaltungswesen und förderten darüber hinaus Kunst, Literatur und Architektur. Das wohl berühmteste Beispiel für die meisterhafte Baukunst der Zeit der Mogul ist das Taj Mahal in Agra. Großmogul Shah Jahan baute das Mausoleum für seine Frau Mumtaz Mahal, als Zeichen seiner Liebe und Verehrung.

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Kolonialzeit und indische Unabhängigkeit

Um 1500 setzte das Zeitalter der europäischen Expansion ein. Nun begannen Franzosen, Niederländer und Briten Stützpunkte zum Überseehandel in Indien einzurichten. 1756 gelang es der British East India Company nach und nach, von ihren 3 Stützpunkten Kalkutta, Madras und Bombay aus, große Teile des Subkontinents unter ihre Kontrolle zu bringen.

Um 1857 und 1858 erhob sich ein großer Teil der Bevölkerung Indiens gegen die britische Vorherrschaft durch die British East India Company. Dieser Aufstand wurde durch jene Inder ausgelöst, die dem Militär der BEIC dienten. Nach der Niederschlagung der Proteste wurde die BEIC aufgelöst und Indien der vollständigen Kontrolle durch Großbritannien unterstellt. Deshalb trugen alle britischen Monarchen zwischen 1877 und 1947 zusätzlich den Titel Empress of India oder Emperor of India (Kaiser[in] von Indien). Die kolonialen Prachtbauten prägen bis heute das Bild zahlreicher Städte in Indien und sind das Ziel zahlreicher Touristen.

1885 wurde in Bombay der Indian National Congress (Kongress-Partei) gegründet, der anfangs nicht die Unabhängigkeit Indiens, sondern in erster Linie mehr politische Rechte für die einheimische Bevölkerung fordern sollte. Erst mit der Desillusionierung über die Überlegenheit der kolonialen Herrschaft durch die grauenhafte Ereignisse zu Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa und auch weltweit, kam es zur Entstehung einer beachtenswerten Unabhängigkeitsbewegung. Vor allem der gewaltfreie Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft, angeführt von Mohandas K. Gandhi und Jawaharlal Nehru, führte zur Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947.

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Neuzeit in Indien

Der Unabhängigkeit Indiens folgte die Abspaltung der Regionen, in denen die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch geprägt war in Ost- & Westpakistan. 1950 wurde Indien durch die Verabschiedung einer Verfassung, die maßgeblich durch Bhimrao Ambedkar beeinflusst wurde, zur Republik erklärt. Im Streit um Grenzregionen kam es zwischen Indien und Westpakistan 1947 bis 1949, und 1965 zu zwei Kriegen.

1971 unterstütze Indien dann Unabhängigkeitsbewegungen in Ostpakistan, was erneut zu einem Krieg mit Westpakistan führte. In dessen Folge wurde der muslimisch geprägte Staat Bangladesh begründet. Innenpoltisch dominierte bis Anfang der 1970er Jahre die Kongress-Partei auf Bundesebene. Zunächst unter der Führung des Premierministers Jawaharlal Nehru von 1947 bis 1964.

1966 wird dann seine Tochter Indira Gandhi zur Premierministerin und beginnt ihre Machtposition auszubauen. Dies führte zu einer Erstarkung von Oppositionsbewegungen auf nationaler Ebene. 1975 befindet ein Gericht Indira Gandhi des Wahlbetrugs in den Wahlen von 1971 für schuldig. Doch anstatt den Rücktrittsforderungen der Opposition nachzukommen, ruft sie den Notstand aus und regiert bis 1977 per Dekret.

Durch diese repressive Politik verlor die Kongress-Partei die Wahlen 1977 und erstmals regierte eine linksgerichtete Koalition, angeführt durch die Janata Partei bis 1980. In diesem Jahr gelingt es Indira Gandhi und der Kongress-Partei erneut an die Macht zu kommen. Im Verlauf ihrer zweiten Amtszeit als Premierministerin spitzte sich der Konflikt mit sikhistischen Separatisten in der nordwestlichen Region Punjab immer weiter zu.

1984 eskaliert er und in dessen Verlauf wird Indira Gandhi ermordet. Ihr Sohn Rajiv Gandhi übernimmt daraufhin die Amtsgeschäfte. Er bleibt einige Jahre Premierminister, verliert dann aber die Wahlen 1989. Kurz nachdem Rajiv Gandi mit der Kongress-Partei 1991 wieder an die Macht gelangt war, wird auch er ermordet. Anstatt seiner übernimmt von 1991 bis 1996 R.V.N. Rao die Regierungsgeschäfte und leitet in erster Linie die wirtschaftliche Liberalisierung des Landes ein.

Seit den 1980er Jahren lässt sich ein Aufschwung des Hindu-Nationalismus in Indien feststellen. Der politische Arm der Bewegung, die Bharatiya Janata Partei (BJP) führte sogar die Regierungskoalition in Indien zwischen 1998 und 2004 an und stellten den Regierungschef. 2004 gelang es Sonia Gandhi, mit der Kongress-Partei die Wahl für sich zu entscheiden. Sie verzichtete allerdings auf das Amt und überließ es Manmohan Sing, der bis heute Premierminister Indiens ist. Hier erhalten Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Religionen in Indien.