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Reisebericht: Auf Tigerpirsch in vier indischen Nationalparks

17 Tage private Natur- und Safarireise vom 31.03. – 17.04.2017

Diese Reise gehört zu den schönsten und aufregendsten, die wir bis dato gemacht haben und hat unsere Erwartungen weit übertroffen! Und fast hätten wir dieses Naturerlebnis mit Gänsehautfeeling bei jedem einzelnen Tiger verpasst, da die Gruppenreise abgesagt wurde. Gott Sei Dank entschieden wir uns die Reise als Privatreise zu unternehmen.

Ranthambore-Nationalpark

Den Besuch des Ranthambore-Nationalparks hatten wir als Baustein dazu gebucht, so dass wir insgesamt 17 Tage unterwegs waren und 24 Safaris hatten. Wir möchten keine davon missen, denn die Nationalparks haben ja nicht nur Tiger, sondern viele andere Tiere und tolle Landschaften zu bieten. Unsere Erwartungen hinsichtlich der Tigersichtungen hatten wir gar nicht so hoch gesteckt, so dass wir nach den ersten 5 Safaris ohne Tigersichtungen, noch völlig entspannt waren. Ab Safari Nummer 6 war dann der Bann gebrochen. In Zone 3 im Ranthambore-Nationalpark hatten wir unsere erste Begegnung mit der berühmten Tigerin Arrowhead, die sich zu unserer Freude sehr lange in einem Wasserloch abkühlte und für die Kameras posierte. Anschließend hatten wir sogar in der weniger beliebten Zone 7 eine Tigersichtung.

Bandhavgarh-Nationalpark

Bandhavgarh war das Highlight unserer Tigersichtungen. Nach einem kurzen Besuch bei 2 Cubs von Tigerin Spotty in der Tala-Zone, folgte der Höhepunkt bei 2 Safaris in der Magdhi-Zone. Die Tigerin Kankati hatte ein Zebu-Rind gerissen, an der sie sich mit ihren 3 sehr jungen Cubs zu schaffen machte. Kurz darauf marschierten sie zum Wasserloch, wo sie dann in Reih und Glied sitzend tranken. Es war unheimlich aufregend, ihnen danach beim Spielen und Dösen zuzuschauen. Wir dachten schon, dass diese ca. 2 stündige Begegnung nicht zu toppen wäre. Doch wir wurden eines Besseren belehrt! Am nächsten Morgen trafen wir alle drei an der gleichen Stelle. Nach einem zünftigen Mahl im Gebüsch war der Gang zum Wasserloch fällig. Dank eines supertollen Jeep Fahrers sicherten wir uns eine gute Fotoposition, die wir erst wieder verließen, als wir den Park verlassen mussten. Über 4 Stunden durften wir am Leben der Familie teilhaben. Familie deshalb, weil sich nach geraumer Zeit auch der Vater der drei Racker, Tiger Bamera Son, hinzugesellte. Laut unserem Guide eine ganz besondere Situation. Für dieses Ereignis verzichteten wir sogar auf unser Frühstück, welches im Park an einem dazu ausgewiesenen Platz (übrigens der Einzige im Park, wo man den Jeep verlassen darf) eingenommen wird.

Kanha-Nationalpark

Weiter ging es in den Kanha-Nationalpark. Landschaftlich ist dieser mit seinen großen Wiesen sehr reizvoll. Hier hatten wir das Glück einige der seltenen Hirschziegenantilopen (Black Buck) zu sichten. Viel Spaß hatten wir auch, einen Goldschakal zu beobachten, der 3 Geiern ihre Mahlzeit klaute, um sie dann dumm hinterherschauend zurück zu lassen. In der Mukki-Zone überquerte Balu der Lippenbär in den frühen Morgenstunden sehr gemächlich die Straße, nur einige Meter vor unserem Jeep. Am nächsten Morgen hatten wir eine sehr schöne Begegnung in der Khana-Zone mit der Tigerin Link No.8. Seitdem wissen wir auch, dass auch Tigerinnen ihr Revier markieren.

Pench-Nationalpark

Der Pench-Nationalpark war die nächste Station. Auch wenn wir hier keine Tigersichtung hatten, war der Park landschaftlich sehr schön. So beobachteten wir auch einen Leoparden, wie er sich gemütlich auf einem Felsen räkelte, um später im Wald zu verschwinden.

Die Reise beendeten wir mit einem weiteren Highlight im Tadoba-Nationalpark. Unsere erste Tigerbegegnung hatten wir mit Wagdoh, dem wahrscheinlich größten Tiger Indiens. Auf zwei Safaris gaben uns die berühmte Maya und ihr „Liebhaber“ Matkasua die Ehre und brachten während der ersten Begegnung ihren frischen Riss (Axishirsch) in Sicherheit. Beide Male konnten wir sie auch recht lange an einem See beobachten. Eine weitere interessante Beobachtung hatten wir auf unserer letzten Safari. Die Tigerin Madhuri und ihre 4 Cubs machten sich im hohen Gras am Irai-See an einem erlegten Axishirsch zu schaffen, als plötzlich ein junger Gaur erschien, der offensichtlich auf der Suche nach seiner Familie war. Er bemerkte die etwa 8 m entfernt im Gras befindlichen Tiger nicht. „Lauf weg“, wollten am liebsten alle rufen und wir hielten den Atem an, als sich plötzlich die Tigerin Richtung Gaur bewegte. Doch Gott sei Dank erkannte er die Gefahr noch rechtzeitig und rannte weg!

Später sahen wir die Tigerin nochmals beim Spaziergang am See – ein tolles Fotomotiv.

Mindestens einen Tiger wollten wir auf dieser Reise sehen und es waren insgesamt 26, davon 20 unterschiedliche Tiere. Mehr geht nicht!!!! Wir sind begeistert.

Die Reise war aber nicht nur wegen der Tigersichtungen ein voller Erfolg. Die Hotels waren alle sehr komfortabel, strahlten Atmosphäre aus und durch das sehr nette Personal fühlte man sich sehr gut aufgehoben. Auch das äußert schmackhafte Essen ist hervorzuheben.

Aus unserer Sicht ist die Reisezeit Anfang April optimal. Frühmorgens war es in Ranthambore und Kanha etwas frisch – aber man brauchte keine Wärmflasche und Decke mit auf Safari zu nehmen, wie es bei Touren bis Anfang März wohl notwendig ist. Die hohen Temperaturen in Pench und Tadoba (nachmittags bis zu 48 Grad) haben wir sehr gut vertragen.

Zu einer erfolgreichen Reise gehört natürlich auch ein guter Guide. Devendra Chahhar ist ein echter Tigerspezialist – man hat den Eindruck, er kennt jeden Tiger persönlich. Meistens war er aufgeregter als wir, wenn ein Tiger auftauchte. Auch sonst ist er sehr kompetent und flexibel und hat so alles Mögliche als auch Unmögliche für uns realisiert. Wir haben die Zeit mit ihm sehr genossen. Danke!

Vielen Dank natürlich auch an das DIAMIR Team, dass uns vor und nach der Reise kompetent betreut hat.

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