Indischer Leopard

Der Indische Leopard (Panthera pardus fusca) ist eine von momentan neun Unterarten des Leoparden (Panthera pardus). In Asien findet man acht der neun Unterarten wohingegen der Afrikanische Leopard (Panthera pardus pardus) nur eine Unterart vertritt.

In Indien bilden im Westen der Indus und im Norden der Himalaya die topographischen Barrieren für die Ausbreitung dieser Unterart. Zu finden sind sie in ganz Indien aber auch in Nepal, im Bhutan und in Bangladesh. Im gesamten Verbreitungsgebiet gehen die Bestandszahlen durch starke Wilderei und Lebensraumverlust stetig zurück.

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Es finden sich manchmal schwarz gefärbte Leoparden, auch Schwarze Panther genannt. Die Ausprägung des schwarzen Fells ist erblich bedingt und wird über ein einziges Gen (monogenetisch) rezessiv vererbt („Melanismus“). Damit kann die Erbanlage auch bei einem normal gefleckten Leoparden vorhanden sein, oder es können in einem Wurf Schwärzlinge neben normal gefärbten Jungtieren vorkommen. Bei schräg einfallendem Licht kann man jedoch auch bei schwarzen Leoparden die typischen Rosetten erkennen. In einigen Gebieten, etwa auf der Malaiischen Halbinsel sind bis zu 50 Prozent aller Leoparden schwarz.

Da er nur wenige Ansprüche an seinen Lebensraum stellt, ist er sowohl in tropischen und subtropischen Regendwäldern als auch in Savannen und Steppen anzutreffen. Als Einzelgänger beansprucht er je nach Nahrungsangebot ein Revier von durchschnittlich 50 km², das durch Urin und Kratzspuren markiert wird. Vor allem in den großen Indischen Nationalparks leben sehr viele Leoparden.

Dazu gehören unter anderem: 

Das Beutespektrum des Leoparden gehört aufgrund der opportunistischen Lebensweise und des sehr großen Verbreitungsgebietes zu den breitesten Nahrungsspektren aller Großkatzen. D.h. was Leoparden fressen, richtet sich in erster Linie nach dem Nahrungsangebot des jeweiligen Lebensraumes.

So haben Leoparden ein außerordentlich breites Beutespektrum, das von Käfern über Reptilien bis hin zu Vögeln und Großsäugern reicht. Leoparden bevorzugen in der Regel Beutetiere, die nicht schwerer als sie selbst sind, d.h. Säugetiere zwischen 30 und 50kg Gewicht. Meist handelt es sich dabei um mittelgroße Huftiere, wie z.B. Axishirsche. Er benötigt um die 40-60 Beutetiere pro Jahr, um seinen Nahrungsbedarf zu decken. In offenem Gelände ist der Leopard meist in der Nacht auf der Jagd, da er sich dort unbemerkt bis auf wenige Meter an sein Beutetier anschleichen kann. Je nach Größe des Beutetieres tötet der Leopard sein Opfer auf unterschiedliche Art und Weise. Bei kleineren Beutetieren verwendet er oftmals einen Nackenbiss, größere Beutetiere tötet er hingegen meist mit einem Kehlbiss.

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Indische Forscher schätzen, dass in Indiens Wäldern 12.000 bis 14.000 Leoparden leben. Während einer großflächigen Zählung untersuchten sie 350.000 Quadratkilometer Wald und machten 17.143 Fotos, die sie anschließend auswerteten. Mit dieser Zahl existiert zum ersten Mal eine Schätzung, wie viele der Großkatzen noch in Indien leben könnten.

Die Paarungszeit erstreckt sich in Indien über das Frühjahr. Da Indische Leoparden strikt einzelgängerisch leben, kommen die Geschlechter nur zur Paarung zusammen. Die Aufzucht der Jungen erfolgt ausschließlich durch das Weibchen.